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Bürolicht so wird es optimal eingesetzt

Lange Zeit hat man bei der Bürogestaltung das Bürolicht dahingehend vernachlässigt, dass nur auf die Kriterien, Kosten und Effizienz geschaut wurde. Mittlerweile zeigt die Wissenschaft, dass man mit moderner Beleuchtung die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter steigern kann, und dass sich das auch wirtschaftlich rechnen kann.

 

Arbeitsplatzvorschriften für Bürolicht

Es gibt ziemlich viele Vorschriften und Normen, die festlegen, wie ein Büroarbeitsplatz beleuchtungstechnisch zu gestalten ist. Dabei spielen Sicherheits- und Gesundheitsaspekte eine Rolle. Die beiden wichtigsten Anforderungen sind:

  • Helligkeit im Arbeitsbereich: Die Schreibtischfläche soll so ausgeleuchtet sein, dass Sie ohne Anstrengung lesen und auch Kleinigkeiten optisch erkennen können. Die sogenannte Beleuchtungsstärke wird mit mindestens 500 lx festgelegt.
  • Keine Blendung: Wenn Sie zur Deckenbeleuchtung hochschauen, dann sollen Sie unter typischen Winkeln nicht geblendet werden. Die dahinterstehenden Formeln sind kompliziert, aber die gängigen Deckenleuchten sind so ausgelegt, dass diese Bedingung für einen breiten Korridor von Deckenhöhen und auch Großraumbüros erfüllt wird.

Zu den Lichtquellen im Büro gehören eigentlich auch Bildschirme mit ihrer Eigenhelligkeit und ihren spiegelnden Oberflächen, die auch Blendungen hervorrufen können. Auch dort gibt es Vorschriften. Sie fallen aber nicht unter das klassische Bürolicht.

 

Moderne Entwicklungen und Erkenntnisse zum Bürolicht

Seit ein paar Jahrzehnten beschäftigt sich die Wissenschaft schon mit dem sogenannten Human Centric Lighting. Dabei geht es vereinfacht darum, wie der Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen und das sich im Tagesverlauf verändernde Tageslicht, an das sich der Mensch in Jahrmillionen der Evolution angepasst hat, auch auf künstliche Beleuchtung übertragen werden kann.

Mit dem Einzug der LED-Technologie in die Allgemeinbeleuchtung Anfang der 2010er-Jahre haben sich viele technische Möglichkeiten eröffnet, auch das Bürolicht neu zu gestalten. Licht beeinflusst den Bio-Rhythmus des Menschen und eine Simulation des Tageshimmels befördert die natürlichen physiologischen Vorgänge im menschlichen Körper.

 

Bürolicht

Der Tageszyklus an Licht beeinflusst unseren Körper

Unsere Vorfahren in Zentralafrika haben sich über Bürolicht noch nicht so viele Gedanken gemacht. Sie waren einem 24-Stunden-Rhythmus – halb Tag, halb Nacht – unterworfen, an dem sich ihre innere Uhr orientiert hat. Das bedeutete 12 Stunden Aktivität unter Tageslicht und 12 Stunden Regeneration in der Nacht. Diese Prägung besitzt unser Körper heute noch. Im Tagesverlauf werden weitere Phasen unterschieden, die auch bei der Auslegung von Bürolicht eine Rolle spielen sollten:

  • Morgens braucht der Körper eine Aktivierung, wozu weißes Licht mit einem hohen Blauanteil benötigt wird. Das entspricht Farbtemperaturen von mindestens 5300 K bis 6000 K.
  • Über den Tag hinweg können teilweise noch höhere Farbtemperaturen genutzt werden, um Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hochzuhalten.
  • Gegen Abend hin sollte die Farbtemperatur des Lichts auf bis unter 3000 K abgesenkt werden.

Ein Lichthimmel verstärkt den positiven Effekt im Vergleich zu einer unterbrochen oder gestückelt wahrgenommenen Deckenbeleuchtung.

 

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Vorteile einer dynamischen Beleuchtung

Anwendungsbezogene Studien zeigen deutlich, dass ein dynamisches Bürolicht, welches im Tagesverlauf Helligkeit und Farbtemperatur anpasst, positive Auswirkungen hat. Fehlerraten sinken, Konzentration und Daueraufmerksamkeit werden erhöht. Befragungen und die Überwachung physiologischer Parameter zeigen außerdem, dass sich die Menschen wohler fühlen.

Ein messbarer Effekt auf die Gesundheit ist schwer nachzuweisen, aber das gesteigerte Wohlbefinden legt solche Vermutungen durchaus nahe. Der Einsatz farbdurchstimmbarer Beleuchtung („Tunable White“) findet im professionellen Umfeld immer breitere Anwendung, auch beim Bürolicht.

 

Welche Technologien verbergen sich hinter dem dynamischen Bürolicht?

LEDs (Licht-emittierende Dioden) haben seit einigen Jahren ihren Siegeszug in der Allgemeinbeleuchtung angetreten. Sie sind mittlerweile mehr als 10x so effizient wie die tradtionellen Glühlampen und mehr als doppelt so effizient wie Leuchtstoffröhren, die heutzugae immer noch vielfach als Bürolicht eingesetzt werden.

Es sind Punktlichtquellen, die aber mithilfe von Lichtstreuern und Lichtleitern zu Systemen aufgebaut werden, die ein homogenes Flächenlicht abstrahlen. Dabei werden kaltweiße und warmweiße LEDs miteinander gemischt. Über die stufenlose Veränderung der Intensitäten zueinander kann die gesamte Bandbreite der geforderten Farbtemperaturen erzeugt werden, mit ausreichender Helligkeit.

 

Weitere Effizienzsteigerung durch zusätzliche Intelligenz

LEDs sind voll dimmbar. Die Decke eines ausgedehnten Großraumbüros lässt sich in individuell ansteuerbare Bereiche unterteilen. Daraus ergeben sich vielfältige elektronische Steuerungsmöglichkeiten, wie der Energieverbrauch durch Bürolicht minimiert werden kann.

  • Sensoren können die Beleuchtungsstärke messen und beispielsweise die Beleuchtung im Fensterbereich herunterdimmen, weil das einfallende Tagespräsenzlicht schon genügend zum Bürolicht beiträgt.
  • Bewegungssensoren können detektieren, wo sich überhaupt Personen befinden und die Beleuchtung nicht besetzter Arbeitsplätze automatisch dimmen.
  • Wirtschaftlich gesehen, ist Energieverbrauch in der heutigen Zeit bei der Beleuchtung allerdings nicht mehr die allererste Priorität, weil die Effizienz der Lichtquellen enorme Sprünge gemacht hat. Mit einem dynamischen Bürolicht steigen jedoch die Effizienz und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Geringere Fehlerraten und Fehlzeiten wirken sich auf die Produktivität aus, eine Rechnung, die jedes Unternehmen nur zu gern aufmacht.

 

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Standardlösungen für Bürolicht

Nicht jeder hat die Möglichkeit, elektronisch und digital vernetzte Lösungen in seinem Büro zu implementieren. Lichtplanung ist eine komplizierte Sache, da spielen Abstrahlprofile und geometrische Anordungen eine wichtige Rolle. Es gibt viele lichttechnische Größen und die Lichtmenge oder der Lichtstrom (Einheit: Lumen oder lm) ist nicht die einzige bestimmende, aber schon eine wesentliche Größe.

Bürolicht wird typischerweise anhand von Deckenrastern ausgelegt. Je gleichmäßiger die Verteilung an der Decke ist, desto besser. Wenn Sie gezielt Einfluss darauf nehmen können, wie die Leuchten und die Schreibtische zueinanderstehen, dann kommen Sie auch mit geringeren Lichtmengen zum Ziel. Um sicher zu sein, dass die Beleuchtungsstärke auf den Schreibtischarbeitsflächen überall ausreicht, sind hier alle Daten zusammengefasst, die Sie für ein gutes Bürolicht brauchen:

 

  • etwa 5000 lm pro 10 m² Deckenfläche
  • Bürolicht sollte dimmbar sein, mindestens zwischen 10 und 100 %
  • Mindestens 85 lm/W Energieeffizienz, besser 100 lm/W oder mehr
  • Farbtemperatur für Bürolicht sollte bei 5000 K mindestens liegen, besser ist eine Farbdurchstimmbarkeit zwischen 3000 und 6000 K
  • LED-Lebensdauern liegen mittlerweile standardmäßig bei 30000 h oder höher, so dass Sie sich über regelmäßige Wartung Ihres Bürolichts wenig Gedanken machen müssen
  • Farbwiedergabe Ra mindestens bei 80, besser über 90

Für Stehleuchten im Büro sind die Lichtstromwerte je nach den räumlichen Gegebenheiten individueller zu beurteilen. Die Lichtpakete sind deutlich niedriger, weil nur ein Schreibtisch aus geringerem Abstand direkte angestrahlt wird. Neuere Konzepte nutzen allerdings auch indirektes Licht. Eine angeleuchtete Decke mutet wie ein Himmel an.

 

Überblick über farbdurchstimmbare Deckensysteme und dimmbare Stehleuchten

100 x 25 cm Deckenleuchte mit Fernbedienung von Aimosen

1,15 cm dick, 2500 lm Lichtstrom, 28 W bei voller Helligkeit und der wärmsten Farbtemperatur von 2700 K, das sind die Leistungsdaten dieses Deckenpanels. Die Farbdurchstimmbarkeit bis 6500 K macht dieses Panel für alle Anwendungen tauglich, auch für Bürolicht. Mittels Fernbedienung lässt sich auch die Helligkeit zwischen 5 und 100 % dimmen. Die Leuchte ist in die beste Energieeffizienzklasse A+++ eingruppiert.

 

33 x 33 cm Deckenleuchte von LEOEU

Relativ klobige 6 cm dick ist diese Leuchte mit 3600 lm Lichtstrom bei 36 W Leistungsaufnahme. Die Leuchte ist zwischen 3000 und 6500 K stufenlos farbdurchstimmbar und zwischen 10 und 100 % Helligkeit dimmbar. Die Einstellungen für das Bürolicht können per Fernbedienung oder über geeignete Wandschalter vorgenommen werden.

 

100 x 35 cm volle Lichtpower von Lightbox

5000 lm Lichtstrom liefert diese 5,5 cm dicke Deckenleuchte bei einer Leistungsaufnahme von 60 W. Das Bürolicht ist von 2700 bis 6500 K farbdurchstimmbar und dimmbar. Mittels Fernbedienung sind über eine Memory-Funktion 4 Kombinationen von Farbtemperatur und Helligkeit speicherbar und einfach wieder abzurufen.

 

Stehleuchte von RealLED als Bürolicht

Bei einer Schreibtischhöhe von 80 cm und einer Deckenhöhe von 2,60 cm verspricht diese Leuchte eine Arbeitsplatzbeleuchtungsstärke von 1800 lx bei gleichzeitig niedriger Blendung. 40% des Lichts gehen direkt auf die Arbeitsfläche, 60% werden als indirektes Licht nach oben abgestrahlt und simulieren bei einer hellen Decke ein äußeres Tageslichtszenario.

Die Leuchte ist über einen Drehregler dimmbar. Der Gesamtlichtstrom bei voller Leistung von 80 W liegt bei 8600 lm und wirkt damit leicht überdimensioniert. Ein Nachteil dieses Bürolichts ist die fixe Farbtemperatur von 4000 K.

 

Lixus: Die Stehleuchte von Unilux

Die Stehleuchte liefert 5000 lm Lichtstrom, der von drei Modulen abgestrahlt wird. 40 % des Lichts werden direkt in Richtung Schreibtisch abgestrahlt, 60 % gehen als indirektes Licht nach oben. Geschätzte 1000 lx Beleuchtungsstärke auf der Schreibtischoberfläche erfüllen die Anforderungen der Arbeitsplatzrichtlinie locker. Die knapp 2 m hohe Leuchte in Aluminium-Optik ist dimmbar, aber leider nicht farbdurchstimmbar. Die Farbtemperatur liegt bei 4000 K. Die Leistungsaufnahme des Bürolichts beträgt bei voller Helligkeit 56 W.

 

Fazit – Neueste Technologien reflektieren wissenschaftliche Erkenntnisse

Mit der LED-Technologie haben sich viele Möglichkeiten eröffnet, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Physiologie in die Ausgestaltung von Bürolicht einfließen zu lassen. Diese Möglichkeiten werden aktuell jedoch noch nicht voll ausgeschöpft. In Großraumbüros bieten sich über digitale Vernetzung hochintelligente Lösungen an.

Aber auch im Kleinen, wenn Sie nur einen Schreibtisch oder ein kleines Arbeitszimmer mit Bürolicht zu versorgen haben, können Sie farbdurchstimmbare und dimmbare Produkte finden, die sowohl die grundsätzlichen Anforderungen an Bürolicht erfüllen als auch medizinisch-physiologische Aspekte zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit berücksichtigen.

„Licht ist die quelle für Lebensqualität“


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