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Volkskrankheit Handydaumen – Was Sie dagegen tun können!

Immer mehr Menschen leiden am sogenannten Handydaumen und das ist nicht verwunderlich. Ob Sie E-Mails für die Arbeit beantworten, Whatsapp-Nachrichten schreiben oder Streaming-Dienste nutzen – Bei genauerer Betrachtung werden Sie feststellen, dass Sie einen Großteil Ihrer Zeit am Smartphone verbringen.

Der kleine Finger und der Daumen sind am meisten vom Halten eines Smartphones, Tablets oder Videospiel-Controllers betroffen. Doch auch andere Finger und die Handgelenke können durch eine häufige Nutzung von mobilen Geräten beeinträchtigt werden.

Wir schauen uns die Gründe dafür an und verraten Ihnen, was Sie gegen den Handydaumen tun können.

 

Was ist ein Handydaumen?

Jede Hand besteht aus 27 Knochen, 35 Muskeln und über 100 Sehnen, die Knochen und Muskeln miteinander verbinden. Die Beugesehnen beugen die Finger, während die Sehnen, welche die Finger strecken, Streckersehnen heißen.

Wiederholte Bewegungen können diese Sehnen ermüden, was zu einer Abnutzung der Sehne sowie zu Schmerzen und Entzündungen führt. Dies wird von Medizinern als Tendinitis und im Volksmund als Handydaumen bezeichnet.

 

handydaumen-volkskrankheit

Wie entsteht ein Handydaumen?

Wenn Sie Ihr Handy lange Zeit festhalten und viel tippen, können sich Ihre Finger und Ihr Daumen verkrampfen oder entzünden. Das Problem tritt häufiger auf, wenn Sie ein kleineres Handy oder ein Telefon benutzen.

Die gleichen Symptome wie beim Handydaumen können auch auftreten, wenn Sie häufig Videospiel-Controller verwenden. Vor allem wenn Sie dabei viele Joystick-Bewegungen machen oder beim Spielen auf einen festen Griff achten müssen.

Falls die Symptome mit einer zu häufigen Smartphone-Nutzung zusammenhängen, werden Sie feststellen, dass die Schmerzen und die Steifheit zunehmen, sobald Sie mit Ihrem Gerät interagieren.

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Was sind die Symptome des Handydaumens?

An den folgenden Anzeichen lässt sich ein Handydaumen erkennen:

  • Krämpfe im Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger
  • Taubheitsgefühl und Steifheit im Daumen
  • Ein klickendes Geräusch, wenn Sie versuchen, Ihren Daumen zu bewegen
  • Pochende Schmerzen im Daumen

 

Was tun gegen Handydaumen? Hausmittel, Therapie und Vorbeugung

Sollten Sie feststellen, dass bei Ihnen ein Handydaumen entsteht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Problem entgegenzuwirken. Entscheidend ist dabei, wie stark das Leiden bereits ausgeprägt ist.

 

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Was Sie selbst gegen den Handydaumen tun können

Wenn Sie aufgrund der Smartphone-Nutzung unter Schmerzen und Steifheit leiden, gibt es einige Hausmittel, die Sie ausprobieren können:

  • Nutzen Sie Ihr Handy so wenig wie möglich. Am besten machen Sie eine Pause von sämtlichen mobilen Geräten.
  • Legen Sie etwas Eis auf die entzündete Stelle. Falls Sie Steifheit in Ihren Gelenken verspüren, kann das helfen, die Symptome zu lindern.
  • Machen Sie eine Wärmetherapie. Eine warme Kompresse, eine Reissocke oder ein Heizkissen können ebenfalls Schmerzen und Schwellungen lindern.
  • Nehmen Sie ein rezeptfreies Schmerzmittel ein. Ibuprofen oder Paracetamol können helfen, die Schmerzen zu lindern.
  • Stabilisieren Sie das Gelenk. Verwenden Sie eine Schiene oder eine Bandage, um den Finger stabil zu halten und Schmerzen und Entzündungen zu verringern.

 

Den Handydaumen von einem Arzt behandeln lassen

Wenn Sie aufgrund der Smartphone-Nutzung unter chronischen Schmerzen leiden, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. Dieser kann eine erste Untersuchung durchführen und feststellen, ob Sie eine Überweisung an einen Spezialisten benötigen.

Ihr Hausarzt wird Sie dann höchstwahrscheinlich zu einem Orthopäden schicken, der sich auf die Behandlung von Knochen, Sehnen und Muskeln spezialisiert hat. Dieser kann Ihre Hand auf Schwellungen oder Sehnenschäden untersuchen.

Die Behandlung des Handydaumens verläuft von Fall zu Fall unterschiedlich. Zu den gängigsten Methoden zählen:

  • Ruhe und entzündungshemmende Medikamente als Erstbehandlung oder in leichten Fällen
  • Kortison-Spritzen gegen starke Schmerzen Dies wird aber weniger und ungern bei jungen Patienten getan
  • In sehr schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff an der Sehne erforderlich sein, um ihre volle Funktionsfähigkeit wiederherzustellen.

 

Wie kann ich dem Smartphone-Finger vorbeugen?

Im Folgenden finden Sie einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Entstehung eines Handydaumens zu verhindern.

 

Hände entlasten

Verwenden Sie eine Smartphone-Halterung, mit der Sie Ihr Gerät bedienen können, ohne es festhalten zu müssen. Dies kann den Druck auf Ihren Daumen und Ihren kleinen Finger verringern.

 

Bewusster tippen

Sie können sich nach einem Stylus für Ihr Tablet umsehen oder die Talk-to-Text-Funktionen auf Ihrem Handy nutzen. Dadurch entlasten Sie Ihre Finger ungemein.

 

Regelmäßig die Finger strecken

Bevor Sie Ihr Gerät in die Hand nehmen, verschränken Sie Ihre Finger und strecken Sie Ihre Arme aus, damit Ihre Finger in die entgegengesetzte Richtung gestreckt werden. Somit erweitern Sie den Bewegungsspielraum Ihrer Sehnen und Gelenke.

 

Pausen einplanen

Wenn Sie Ihr Gerät über einen längeren Zeitraum hinweg benutzen, stellen Sie einen Alarm ein, der nach etwa einer Stunde klingelt. Durch regelmäßige Pausen können Sie die Belastung Ihrer Gelenke und Sehnen verringern.

 

Der Handydaumen ist eine ernsthafte Krankheit

Der Handydaumen ist ein echtes Leiden, das unbehandelt zu schweren Schäden an den Sehnen führen kann. Falls Sie erste Anzeichen davon verspüren, sollten Sie diese auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, sondern direkt etwas gegen den Handydaumen tun.

Versuchen Sie es zunächst mit Präventionsstrategien oder Hausmitteln, doch falls die Schmerzen nicht besser werden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


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